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 Laurentiuskirche Hagsfeld Signet verlńsslich ge÷ffnete Kirche
Adresse der Kirche/Lage
Julius-Bender-Str.
76139 Karlsruhe-Hagsfeld
GEO-Lńnge: 8.461468 - GEO-Breite: 49.027788

Gottesdienste
Sonntags 9:30 Uhr Gottesdienst; mittwochs 19:00 Uhr Andacht ┬╗Atemholen┬ź, ein Mal im Monat: Laurentius 11:15, der besondere Gottesdienst f├╝r ┬╗Ausgeschlafene┬ź
Íffnungszeiten
t├Ąglich 9 bis 18 Uhr
Angebote in ge÷ffneter Kirche
Dienstag 18 Uhr Meditation; Samstag 11 Uhr Gebetszeit
(Dieser Text erscheint nicht in der Kirchenapp - lediglich Symbole)

Beschreibung
Geschichte Erste urkundliche Erw├Ąhnung 991 im G├╝terbuch des Klosters Wei├čenburg (heute Elsass) als ┬╗basilica cum decima┬ź (Pfarrkirche mit dem Recht auf den Zehnten). Nach 1110 verliert die Pfarrei Hagsfeld ihre Selbstst├Ąndigkeit und wird Anh├Ąngsel des neugegr├╝ndeten Klosters Gottesaue, was in einer Urkunde von Pabst Urban IV 1261 best├Ątigt wird. Noch 1499 wird die Kirche als Eigentum des Klosters erw├Ąhnt und bereits ┬╗Laurentiuskirche┬ź genannt. Sp├Ąter gerieten Ort wie Kirche in den Herrschaftsbereich der Markgrafen von Baden, die 1556 zum Protestantismus ├╝bertraten. Nach dem Grundsatz des Augsburger Religionsfriedens von 1555 wurde damit auch Baden und somit auch Hagsfeld protestantisch. Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg (1618 ÔÇô 1648) und im Pf├Ąlzischen (Orl├ęansschen) Erbfolgekrieg (1688 ÔÇô 1679) wurde die Kirche mehrfach in Mitleidenschaft gezogen. Auch in den kriegerischen Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts gab es immer wieder Zerst├Ârungen. Am schlimmsten traf es die Kirche im 2. Weltkrieg, wo sie im Jahr 1944 bis auf die Grundmauern zerst├Ârt wurde. Die Einweihung der wiederaufgebauten Kirche fand am 4. Adventssonntag 1952 statt. Der Kirchenraum Als ┬╗kleine Dorfkirche┬ź hatte die Laurentius-Kirche von jeher eine schlichte Ausstattung. Das ├╝berrascht nicht, waren doch die Bewohner Hagsfelds in fr├╝heren Zeiten in der Regel nicht von Reichtum gesegnet, sondern hatten immer Sorge, f├╝r sich und ihre Familien die Lebensgrundlage sicher zu stellen. Die Ausstattung der Kirche beschr├Ąnkte sich so auf das Notwendige, daf├╝r aber waren die Hagsfelder Gl├Ąubigen durchaus opferbereit. Heute zeigt sich das Innere der Kirche als sehr klare Einheit mit strenger Formensprache. Und doch haben sich aus der ├Ąlteren Baugeschichte einige Besonderheiten bewahrt, denen in j├╝ngerer Zeit behutsam weitere Elemente hinzugef├╝gt wurden. Eine Z├Ąsur in dieser Hinsicht bildete die Renovierung des Kircheninnern im Jahr 2003, die vor allem der Erneuerung der Heizung und der Fenster geschuldet war. Der Brettener Architekt Alexander Ketzel zeichnet f├╝r die neue, hellere und w├Ąrmere Farbakzentuierung an Decke und Empore verantwortlich, ebenso f├╝r den neuen, schlichten und obendrein beweglichen Holzaltar und die dazu passende Kanzel aus demselben Material und in gleicher funktionaler Form. Der Altarr├╝ckraum samt Glaskreuz gestaltete der Brettener Maler und K├╝nstler Karlheinz Fritz. Ins Auge f├Ąllt zun├Ąchst das leicht versetzt angebrachte Farbkreuz. Die hinter dem Kreuz ┬╗durchscheinende┬ź Sonne symbolisiert mit ihren Strahlen die Auferstehung, die durch alles Leiden hindurch scheint. Auf dem Kreuz sind rote und gr├╝ne ┬╗Scherben┬ź angebracht, Zeichen f├╝r das, was sich in einem Menschenleben an Scheitern und Schuld ansammeln kann und f├╝r das Christus gestorben ist. Die Farbe rot steht f├╝r die Liebe, aber auch f├╝r den Schmerz. Das Gr├╝n symbolisiert die Hoffnung und die Verhei├čung, zwischen den ÔÇ×ScherbenÔÇť wird ein Weg sichtbar, der ins Zentrum des Kreuzes, ins Licht f├╝hrt. Im Stile eines Aquarells ist auf der Altarraum-R├╝ckwand die Aussage des 121. Psalms dargestellt: Im unteren Bereich die Berge, vom Kreuz her die Hilfe. In bewusst zur├╝ckhaltender Schrift sind die Worte des Psalms an zentraler Stelle neben dem Kreuz geschrieben. Fritz will die Betrachter immer wieder aufs Neue herausfordern, die Worte f├╝r sich neu zu entdecken. Die Standleuchter links und rechts des Altars stammen aus der Zeit des Wiederaufbaus im Jahre 1952. Sie wurden von dem K├╝nstler Walter Sch├Ânwandt aus Nordeck geschaffen und f├╝gen sich in ihrer zur├╝ckhaltenden Form sehr sch├Ân in den Altarraum. Der Taufstein am Fu├č rechts vor dem Altarraum ist das Meisterst├╝ck des Hagsfelder Steinmetzmeisters Peter K├╝chlin, das dieser 1962 der Gemeinde zum Geschenk gemacht hat. Der rote Sandstein tr├Ągt auf seinen f├╝nf konkaven Seiten die Inschrift ┬╗Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt.┬ź (Joh. 9,5). Die einliegende Silbertaufschale mit Kupferdeckel stammt von der Oettinger Firma H. Fischer. Die links an der Ostwand des Hauptschiffes angebrachte Grabplatte erinnert an Martin Matthias Boeckh, der von 1698 bis 1701 Pfarrer in Hagsfeld war. Er setzte sich stark f├╝r die Wiederherstellung der Laurentius-Kirche ein, die durch Kriegswirren schwer besch├Ądigt war. Der Epitaph befand sich lange Zeit an der Nordmauer der Kirche ├╝ber seinem Grab und wurde erst bei der j├╝ngsten Renovierung an seinen heutigen Platz im Kircheninnern verbracht. Das Sakramentsh├Ąuschen in der Nordmauer neben dem Eingang zur Sakristei ist ein ├ťber-bleibsel aus der gotischen Zeit. Der urspr├╝nglich vorhandene sch├Âne gotische Aufbau wurde im April 1944 zerst├Ârt und leider nicht wieder hergestellt. ├ťber dem Sakramentsh├Ąuschen und der T├╝r zur Sakristei befindet sich das h├Âlzerne H├Ąngekreuz, 1952 geschaffen von dem Stuttgarter K├╝nstler Hellmuth Uhrig (1906 ÔÇô 1979). Bis zur Renovierung im Jahr 2003 nahm es einen zentralen Platz im Altarraum, direkt ├╝ber dem Altar ein. Allgemeines Die Hagsfelder achten und lieben ihre kleine Laurentiuskirche, die mit ihrem Standort inmitten des Friedhofs einen Ruhepol bildet. Sie ist das einzig verbliebene Bauwerk am Ort mit einem weiten geschichtlichen Hintergrund. Mit ihrer ├╝berschaubaren Gr├Â├če und der harmonischen Farbgestaltung im Innern strahlt sie trotz fehlender ÔÇ×gro├čer k├╝nstlerischer AusgestaltungÔÇť eine einladende Atmosph├Ąre aus, die auch von vielen Brautpaaren, die sich hier trauen lassen, gesch├Ątzt und als erinnernswert wahrgenommen wird. Der Besuch der Kirche ist f├╝r viele Menschen wie ein ┬╗Heimkommen┬ź, die Stille des Kirchenraumes l├Ądt ein zu einer kleinen ┬╗Auszeit┬ź.
Kirchengemeinde
Laurentiusgemeinde
Sch├Ąferstr. 13
76139 Karlsruhe
0721 681100

laurentiuspfarrei@t-online.de
www.laurentiuskirche-hagsfeld.de
Landeskirche: Baden
Kirchenbezirk: Karlsruhe und Durlach

Bildquelle/Urheberschaft
Foto: Gemeinde