kirchbau-Logo   Romanik in Südeuropa (ca. 1000 - 1250) LogIn
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Ihren Namen hat die romanische Baukunst davon, dass sie in Beziehung zur Bautradition Roms gesehen wurde. Dennoch ist die Romanik der erste eigenständige Baustil des nachantiken Mitteleuropa. Neue monastische Bewegungen sorgen neben den Kreuzzügen für Internationalisierung. Säulen, Kapitelle, Rundbögen und Gewölbe werden nun aber eigenständig komponiert. Große Bauvolumen entstehen durch die Addition einfacher Volumen, vor allem durch aneinandergesetzte Hausformen, runde und oktogonale Türme, Apsiden und Westwerk. Es wird voluminös und wandhaft gestaltet, Säulen und Schmuckformen erscheinen gedrungen und teilweise gestaucht bis hin zur Zwerggalerie zwischen Gewölbeansatz und Traufe. Die basilikale Anlage wird zum Chor mit Umgang und Kapellenkranz und Mehrschiffigkeit gesteigert und folgt teilweise ausgeklügelten Maßsystemen mit Stützenwechsel. Neu ist die Einwölbung der ganzen Kirche einschließlich des Langhauses.
Formale Kennzeichen sind das additive Kompositionsprinzip, der halbrunde Bogen, Detailformen wie Würfelkapitell, Rundbogen-, Zahn- und Würfelfries. Wände werden gegliedert durch Dienste oder Blendarkaturen.
Besonderheit in Katalonien ist die Konzentration auf Saal- und Hallenkirchen. In Italien ist byzantinischer Einfluss hier und da spürbar.

Die Kirchen sind nach dem jeweiligen Basisjahr geordnet.

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E-24160 Gradefes: kath. Kirche S. Miguel de Escalada (913)
ADRESSE: E-24160 GradefesLeonKastilien-León < Spanien
Romanische mozarabische dreischiffige Basilika mit offenem Dachstuhl. Querhaus mit drei östlichen Apsiden, die im Grundriss Hufeisenförmig im insgesamt kubischen Volumen liegen. An ganzer Südseite Säulenvorhalle. Turmbau und Annexbauten im Komplex.
Westgotischer Vorgängerbau • nach 711 Zerfall • 913 Weihe der romanischen Kirche • 1050 Portikus.


50125 Firenze-Florenz: kath. Basilica di San Miniato al Monte (1018)
ADRESSE: Via delle Porte Sante 34, 50125 FirenzeFlorenzToskana < Italien
KIRCHLICH: Diözese Florenz

Romanische dreischiffige Basilika mit offenem Dachstuhl. Unter erhöhtem Chor Krypta. Ganzer Bau mit reichlichen Marmorinkrustationen (innen zum Teil gemalt und später).
1018 bis zum 12. Jh. erbaut • 1207 Fußbodenmosaik.
Bedeutendes Fußbodenmosaik.
HEILIGE(r): Minias.
Web: de.wikipedia.org/wiki/San_Miniato_al_Monte

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)

E-17500 Ripoli: kath. Kirche Santa Maria de Ripoli (1032)
ADRESSE: E-17500 RipoliGironaKatalonien < Spanien
Romanische fünfschiffige Basilika. Holzdecke im Schiff, Querschiff später eingewölbt. Sieben Ostapsiden in Reihung am Querhaus. Mittlere Chorapsis größer. Portalbau im Westen. Doppelter Kreuzgang.
977-1032 erbaut • Einwölbung Querschiff.
Bedeutende Portalplastik.


E-08757 Corbera: kath. Esglesia de Sant Antoni Abat (ca. 1050)
ADRESSE: E-08757 CorberaBarcelonaKatalonien < Spanien
Romanische Saalkirche mit drei Langhausjochen. An überkuppelter Vierung je ein Querhausjoch mit Ostapsiden. Chorapsis am Mittelschiff. Quadratischer Turm über Vierungskuppel.
Im 11. Jh. erbaut (?).


50122 Firenze-Florenz: kath. Baptisterium San Giovanni (ca. 1100)
ADRESSE: Piazza San Giovanni, 50122 FirenzeFlorenzToskana < Italien
KIRCHLICH: Diözese Florenz

Romanische oktogonale Halle mit achtteiligem Klostergewölbe und Laterne. Zweigeschossige Wandgliederung, im Obergeschoss Laufgang in der Wand. Außen dreigeschossige Fassadengliederung mit Marmorinkrustationen.
Im 11.-12. Jh. erbaut.
Unmittelbar am Dom gelegen und mit diesem zusammen ein Ensemble von Rang.
HEILIGE(r): Johannes.
Web: de.wikipedia.org/wiki/Baptisterium_San_Giovanni

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Aus wikipedia: Richard Fabi
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Foto aus wikipedia: son of groucho
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56123 Pisa: kath. Dom Santa Maria Assunta (um 1120)
ADRESSE: Piazza Del Duomo, 56123 PisaToscana < Italien
Romanische fünfschiffige flachgedeckte Säulenbasilika mit zweischiffigen Emporen. Marmorauskleidung und Kassettendecke. Querhaus dreischiffig mit apsidialen Eingängen am Ende. Elliptische Kuppel über Vierung und begleitende Brückenemporen in Längsrichtung. Fünfschiffiger Chor mit großer halbrunder Mittelapsis mit Mosaiken. Fassade mit Marmorinkrustationen und Arkaturen. Freistehender Campanile. Freistehendes rundes Baptisterium, 55 m hoch gewölbt.
Länge insgesamt: 95 • Turmhöhe: 55
1063 begonnen • 1118 Weihe (bis zum Querhaus fertig) • 1152-ca. 1300 Bau des Baptisteriums • 1173 ff Turmbau • ab 1278 Friedhof Composanto • Ende 13. Jh. Vollendung • um 1302 Christusmosaik • 1302-1311 Kanzel (1595 abgebaut, 1929 teilweise wiederhergestellt) • 1990-2001 Schließung und Stabilisierung des Turmes.
Laga an der Piazza mit Baptisterium, Camposanto Monumentale und Campanile, bekannt als "Schiefer Turm von Pisa".

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)

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