kirchbau-Logo   Romanik in Deutschland (ca. 1000 - 1250) LogIn
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Ihren Namen hat die romanische Baukunst davon, dass sie in Beziehung zur Bautradition Roms gesehen wurde. Dennoch ist die Romanik der erste eigenständige Baustil des nachantiken Mitteleuropa. Neue monastische Bewegungen sorgen neben den Kreuzzügen für Internationalisierung. Säulen, Kapitelle, Rundbögen und Gewölbe werden nun aber eigenständig komponiert. Große Bauvolumen entstehen durch die Addition einfacher Volumen, vor allem durch aneinandergesetzte Hausformen, runde und oktogonale Türme, Apsiden und Westwerk. Es wird voluminös und wandhaft gestaltet, Säulen und Schmuckformen erscheinen gedrungen und teilweise gestaucht bis hin zur Zwerggalerie zwischen Gewölbeansatz und Traufe. Die basilikale Anlage wird zum Chor mit Umgang und Kapellenkranz und Mehrschiffigkeit gesteigert und folgt teilweise ausgeklügelten Maßsystemen mit Stützenwechsel. Neu ist die Einwölbung der ganzen Kirche einschließlich des Langhauses.
Formale Kennzeichen sind das additive Kompositionsprinzip, der halbrunde Bogen, Detailformen wie Würfelkapitell, Rundbogen-, Zahn- und Würfelfries. Wände werden gegliedert durch Dienste oder Blendarkaturen.

Die Kirchen sind nach dem jeweiligen Basisjahr geordnet.

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9 Kirchen gefunden. Anzeige-Ansicht: "vollliste". Sortierung nach Postleitzahlen.

54290 Trier: kath. Dom St. Peter (326)
ADRESSE: 54290 TrierBLand: Rheinland-Pfalz < Deutschland
KIRCHLICH: Pfarrei Liebfrauen Trier < Dekanat Trier < Diözese Trier

Frühromanischer Dom auf römischem Vorgängerbauwerk.
Länge insgesamt: 113 • Turmhöhe: 76
326 frühchristliche Doppelkirche begonnen (Teile erhalten) • um 340 so genannter »Quadratbau«, bis heute Kern des Domes • Zerstörung in der Völkerwanderungszeit, Quadratbau und nördliche Basilika wieder aufgebaut • 882 Zerstörung durch Normannen • ab 1028 romanische Erweiterungen • 1196 Westchor geweiht, Westwerk • 14. Jh. Erhöhung der Osttürme • 18. Jh. Umbauten, Anbau der Heiltumskammer • 1717 Dombrand, danach verstärkt barocker Umbau • 19. Jh. Barockisierung zurückgebaut • 1951 Geläute der 10 Glocken durch Friedrich Otto in Hemelingen gegossen • 1964-1974 Restauration
Älteste erhaltene Kirche in Deutschland. Im Ensemble mit der benachbarten gotischen Liebfrauenkirche ein kirchenbaugeschichtlicher Ort von Rang. Grosse Domorgel von Klais, Chororgel.
HEILIGE(r): Petrus.
Web: www.dominformation.de, de.wikipedia.org/wiki/Trierer_Dom
Öffnungszeiten: tagsüber geöffnet
Kontakt: Dom-Information, Liebfrauenstr. 12ja, 0651 / 979079-0, info@dominformation.de

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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31134 Hildesheim: ev.-luth. St. Michaeliskirche (beg. 990)
ADRESSE: Klosterstraße, 31134 HildesheimBLand: Niedersachsen < Deutschland
KIRCHLICH: Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Michaelis Hildesheim < Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt < Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers

Romanische dreischiffige flachgedeckte Basilika mit niedersächsischem Stützenwechsel. Westliches und östliches Querhaus mit ausgeschiedener Vierung. Stirnseiten der Querschiffe mit dreigeschossigen Engelemporen. Im Osten Chor mit halbrunder Apsis und Nebenapsiden am Querschiff. Im Westen über Ringkrypta erhöhter Chor (sog. Engelschor) mit halbrundem Schluss. Zwei quadratische Vierungs- und vier runde Flankentürme.
1010-1033 erbaut unter Bischof Bernward • 12. Jh. Erneuerung, dabei um 1200 bemalte Holzdecke • Ende 12. Jh. Chorschranke mit Engel-Reliefs • 1543 evangelische Kirche, Krypta bleibt katholisch • nach 1945 wiederhergestellt.
Die reinste Form der ottonischen Romanik mit niedersächsischem Stützenwechsel. Krypta mit Steinsarg des hl. Bernward. Romanische Deckenbemalung mit dem Stammbaum Jesse.
HEILIGE(r): Michael.
Web: www.st-michaelis-hildesheim.de, de.wikipedia.org/wiki/Michaeliskirche_Hildesheim

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Foto: Norbert Klein
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Foto: Norbert Klein

33098 Paderborn: kath. Bartholomäuskapelle (1017)
ADRESSE: Am Ikenberg, 33098 PaderbornBLand: Nordrhein-Westfalen < Deutschland
KIRCHLICH: Dompfarrei Paderborn < Dekanat Paderborn < Diözese Paderborn

Frühromanische dreischiffige Hallenkirche mit 12 Hängekuppeln auf Säulen mit byzantinisierenden Kapitellen. Halbrunde Chorapsis und Narthex.
1017 erbaut von griechischen Bauleuten (für den eigenen Gottesdienst der ausländischen Arbeiter am Dom Bischof Meinwerks) •
Früheste Hallenkirche nördlich der Alpen! Wundervolle Akustik!
HEILIGE(r): Bartholomäus.
Web: de.wikipedia.org/wiki/Bartholomäuskapelle_(Paderborn)
Öffnungszeiten: tgl. 10.00 - 18.00 Uhr

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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67346 Speyer: kath. Dom (Krypta und ehem. erster Bau Speyer I) (ca. 1030)
ADRESSE: Domplatz 1a, 67346 SpeyerBLand: Rheinland-Pfalz < Deutschland
Romanische Hallenkrypta. Romanische dreischiffige Basilika (durch spätere Kirche ersetzt).
1030-1061 erbaut • zur weiteren Baugeschichte siehe zweiter Bau Speyer II.
Web: www.dom-zu-speyer.de

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)

67346 Speyer: kath. Dom St. Maria und Stephan (zweiter Bau; Speyer II) (1061)
ADRESSE: Domplatz 1a, 67346 SpeyerBLand: Rheinland-Pfalz < Deutschland
KIRCHLICH: Dompfarrei Mariä Himmelfahrt Speyer < Dekanat Speyer < Diözese Speyer

Romanische dreischiffige Basilika. Westwerk (Vorhalle) verbunden mit zwei kleineren Türmen und mittlerem oktogonalem Kuppelhaus. Querschiff durch oktogonales Kuppelhaus über der Vierung gekrönt. Chor mit zwei Türmen und Ostapsis, innen erhöht über Krypta. Alle größeren Bauteile mit Zwerggalerien und Blendarkaden.
Länge insgesamt: 134 • Turmhöhe: 71 • Innenhöhe: 33 • Spannweite Decke/Gewölbe: 14
1030-1061 erbaut • 1082-1106(1125) Umbau unter Kaisern Heinrich IV.-V. • 1106 Afrakapelle • Sprengung des Doms durch die Armee Ludwigs XIV. zerstört Westwerk • 1689 Beschädigung: westliche Joche eingestürzt • 1755 Abbruch Westbauobergeschosse • nach 1772 Plan Ignaz Michael Neumann für Westfront • 1848-1858 neuromanische Westfront durch Hans Hübsch • 1900-1906 Erneuerung der Krypta • 1957-1966 Erneuerung • 1980 Weltkulturerbe der UNESCO
Größte erhaltene romanische Kirche der Welt.
HEILIGE(r): Maria, Stephan.
Web: www.dom-speyer.de, www.dompfarrei-speyer.de, de.wikipedia.org/wiki/Speyerer_Dom
Kontakt: Kath. Dompfarramt Mariä Himmelfahrt, Edith-Stein-Platz 6ja, 06232 / 102-140, dompfarrei@bistum-speyer.de

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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91560 Heilsbronn: ev.-luth. Münster (ehem. Klosterkirche) (1149)
ADRESSE: Münsterplatz 1, 91560 HeilsbronnKreis: AnsbachBLand: Bayern < Deutschland
KIRCHLICH: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Heilsbronn < Dekanat Windsbach < Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern

Romanische dreischiffige Basilika mit gotischen Erweiterungen: gotische Chorverlängerung, gotisches viertes Seitenschiff südlich, gotische Westverlängerung. Chor romanisch und gotisch mittig mit 5/8-Schluss, Seitenschiffe gerade geschlossen. Zwei Chorseitentürme.
Länge insgesamt: 84. • Spannweite Decke/Gewölbe: 8.6
1149/1150 Weihe Klosterkirche Zisterzienserkloster: 3-schiffige flachgedeckte Basilika, Querhaus, dreischiffiges tonnengewölbtes Presbyterium mit 3-Apsiden-Anlage • 1191 Heideckerkapelle vor südlichem Querhaus • um 1200 Vorkirche im Westen • Ende 13. Jh. "Ritterhalle" ersetzt die romanische Vorkirche • 1263-1284 Chorverlängerung • 1412-1433 zweischiffiges Mortuarium statt südlichem Seitenschiff • 1427-1433 Dachreiter • 1710 Instandsetzung und Barockisierung durch Gabriel de Gabrieli: Westfassade, Abtrennung Westschiff, im Osten Kanzelaltar mit Orgel, weißer Putz • 1837 Reromanisierung durch Friedrich von Gärtner macht Barockisierung rückgängig, frisiert Obergaden • 1946-1950 Restaurierung mit Freilegung der Sandsteinflächen • 1952 Geläute mit 3 Glocken • 1959 Orgel durch Steinmeyer.
Web: www.heilsbronn-evangelisch.de
Kontakt: Evang.-Luth. Pfarramt, Pfarrgasse 8

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Bearbeitet (aus Kirchenführer): Gunther Seibold, kirchbau.de
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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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06618 Naumburg (Saale): evang. Dom St. Peter und Paul (vor 1213)
ADRESSE: 06618 Naumburg (Saale)Kreis: BurgenlandkreisBLand: Sachsen-Anhalt < Deutschland
KIRCHLICH: Evangelische Kirchengemeinde Naumburg (Saale) < Kirchenkreis Naumburg-Zeitz < Landeskirche Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

Romanische dreischiffige gewölbte Basilika. Zwei Chöre. Vier Türme. Kreuzgang.
Turmhöhe: 70
1042 frühromanischer Dom (Fundamente weitgehend erhalten, nur 14 m kürzer als heutiger Bau, dünnere Mauern, stand ca. 200 Jahre) • um 1170 Umbau: Einbau romanische Krypta • vor 1213 Baubeginn Kirche im Osten • um 1249 Westchor begonnen • um 1250 zwölf Stifterfiguren • bis ins 19. Jh. Weiter- und Umbauten.
Wegen Zweichörigkeit Hauptportal im Süden. Stifterfiguren vom Naumburger Meister (am bekanntesten: Ekkehard und Uta). Im Ostchor eines der ältesten Chorgestühle.
HEILIGE(r): Petrus Paulus.
Web: www.naumburger-dom.de, www.evangelische-kirche-naumburg.de, de.wikipedia.org/wiki/Naumburger_Dom
Öffnungszeiten: siehe Internetseite; Eintritt!
Kontakt: Evang. Gemeindebüro, Domplatz 8ja, 03445 / 201516, info@kirche-naumburg.de

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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96049 Bamberg: kath. Metropolitankirche St. Peter und St. Georg (Dom) (ca. 1215)
ADRESSE: Domplatz 6, 96049 BambergBLand: Bayern < Deutschland
KIRCHLICH: Dompfarrei St. Peter und St. Georg Bamberg < Dekanat Bamberg < Diözese Bamberg

Spätromanische dreischiffige kreuzgewölbte Basilika im gebundenen System. Hochwand reliefiert. Querhaus im Westen. In West und Ost polygonale Chöre. Vier Türme. Am Westbau frühgotische Einflüsse.
Länge insgesamt: 94 • Turmhöhe: 76
1012 erster Dombau unter Heinrich II. vollendet • Anfang des 13. Jh. heutiger Baukörper • 1499-1513 Hochgrab Heinrichs II. durch Riemenschneider • Schwalbennestorgel durch Rieger IV/78.
Bamberger Reiter am linken Chorpfeiler (um 1240). Bamberger Altar von Veit Stoß (1520-23). Grab des Papstes Clemens II. (gest. 1047) im Westchor (einziges Papstgrab in Deutschland). Fürstenportal. Chorschranken.
HEILIGE(r): Petrus, Georg.
Web: www.dompfarrei.de, www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/bistum/bildung/bamberger_dom/index.html, de.wikipedia.org/wiki/Bamberger_Dom
Öffnungszeiten: März bis September: 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr; Oktober bis Februar: 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Kontakt: Kath. Dompfarramt St. Peter und St. Georg, Domstraße 3

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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36251 Bad Hersfeld: evang. Stadtkirche (1484)
ADRESSE: 36251 Bad HersfeldBLand: Hessen < Deutschland
KIRCHLICH: Landeskirche Kurhessen-Waldeck

Gotische Hallenkirche mit wuchtigem Westturm.
romanischer Vorgängerbau 11. Jh. • andauernde Vergrößerung und Umbauten bis zum spätgotischer Innenausbau
Größtes mittelalterliches Geläut Hessens aus acht Glocken (große Osterglocke, cis′, von 1371) + 16stimmiges Glockenspiel.
Web: www.ekkw.de/bad-hersfeld/stadtkirche/index.htm, de.wikipedia.org/wiki/Stadtkirche_(Bad_Hersfeld)


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