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64853 Otzberg-Hering:  ev.-reform. Ev. Kirche (1900)

Direkt zu: BeschreibendesBildergalerieLandkarte

◼ ADRESSE
Odenwaldstraße, 64853 OtzbergKreis: DarmstadtBundesland Hessen Deutschland
Geo-Lage: 49.819, 8.917 / 49° 49' 10" N, 8° 55' 2" O (siehe Karte)
◼ KIRCHLICHE ZUORDNUNG
Gemeinde Kirchengemeinde Hering-HassenrothDekanat Vorderer OdenwaldEvangelische Kirche in Hessen und Nassau
◼ KONTAKT
Ev. Pfarramt Hering, Zum Bergfried 4, 64853, Otzberg - Hering, Tel. 06162 72205
◼ KENNDATEN
Basisjahr: 1900
Sitzplaetze: 170
◼ WEBSEITEN
, www.evkao.de
◼ ÖFFNUNG
Öffungszeiten: tagsüber


Seit 1770 wurde die jetzige katholische Pfarrkirche unterhalb der Veste Otzberg als Simultankirche von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam genutzt. Da diese Kirche für die evangelische Kirchengemeinde zu klein war, entschloss sich Ende des 19. Jahrhunderts die evangelische Konfession zu diesem Neubau. Baumeister ist Baron von Riefel, Dieburg. Baustiel: Neuromanik, Baumaterial: roter Sandstein. Entsprechend der reformierten Tradition ist der Innenraum bewusst schlicht gestaltet. In diesem Zusammenhang für eine Dorfkirche bemerkenswert sind die drei Buntglasfenster im Chorraum. Gestaltet wurden sie laut Inschrift von »B. Kraus Mainz«, hergestellt von »Mayersche kgl. Hof-Kunstanstalt München«. Das linke Fenster zeigt den Apostel Johannes und wurde gestiftet von Fabrikant Guntermann, Bensheim, vormals Hering. Das zentrale Fenster zeigt Jesus Christus als den auferstandenen Herrn. Gestiftet wurde es von Brauereibesitzer Georg Bernhard Ganß III. aus Groß-Umstadt. Das rechte Fenster zeigt den Apostel Jakobus und wurde von einer bayrischen Prinzessin gestiftet. Zum Schutz vor weitern Schäden durch Steinwürfe mußten die Buntglasfenster außen mit bruchsichern Kunststoffscheiben gesichert werden.

1844 erste Planungen zum Neubau einer evangelisch-reformierten Kirche • Kauf Kirchenbauplatz 14. September 1898 • Bauplan: Baron von Riefel, Leiter Hochbauamt Dieburg • Ausschreibung bis zum 1. April 1899, 11 Uhr • Zustimmung des Bauplans beim Großherzoglichen Oberkonsistorium in Darmstadt am 28. April 1899 • Baubescheid 12. Mai 1899 • Erster Spatenstich Samstag 27. Mai 1899 • Grundsteinlegung 25. Juni 1899 um 14 Uhr, IV. Sonntag nach Trinitatis • Bauaufsicht: Architekt Bensheimer • Glocken aus der Gießerei Gebrüder Klaus zu Heidingsfeld • Einweihung der Kirche 8. November 1900 • 12. Mai 1902 Beschluß zur Anschaffung einer Orgel • 23. Juli 1902 Vertrag mit Orgelbaufirma Gebrüder Link, Giengen an der Brenz • Weihe der Orgel am Sonntag Cantate, 10. Mai 1903 • Juli 1917 Orgelpfeifen und 2 der 3 Glocken abgeliefert • 28. Juni 1925 Weihe zweier neuer Glocken von der Gießerei A. Rinker in Sinn • 1935 Einfriedung der Kirche • Pfingsten 1938: neue Orgelpfeifen von Orgelbauer Bechstein • 1944 wieder 2 von 3 Glocken für Kriegszwecke abgeliefert • Weihe 3 neuer Glocken (A.Rinker, Sinn) am 3. Dezember 1955 (1. Advent) • 1961 elektrische Läuteanlage, Turmuhr, Warmluftheizung ölgefeuert, Innenrenovierung, Ehrentafel an die Außenseite verlegt • bis 19. Juli 1970: Erneuerung der Heizung, Innen- und Außenrenovierung • Anfang der 1980er: Elektroakustische Anlage (ELA) eingebaut • 1979: Neueindeckung Dach • Umstellung der Glockensteuerung und der Turmuhr auf digital- und funkgesteuert • Anfang 3. Jahrtausend: Aufstellung einer Außentoilette hinter der Kirche, Überarbeitung der ELA, Einbau Spülbecken in Sakristei.

Neuromanik, roter Sandstein, in den runden Seitenfenstern Davidstern mit Blume als Motiv

Quelle(n): Denkschrift zum Kirchenjubiläum von Philipp Dörr
GEOBDEZ 49.8194444444444



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