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95615 Marktredwitz-Oberredwitz:  ev.-luth. Kirche Heiliger Geist (1702)

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◼ ADRESSE
Kirchstrasse 6, 95615 MarktredwitzKreis: Wunsiedel i. FichtelgebirgeBundesland Bayern Deutschland
Geo-Lage: 50.005, 12.075 / 50° 0' 19" N, 12° 4' 32" O (siehe Karte)
◼ KIRCHLICHE ZUORDNUNG
Gemeinde MarktredwitzDekanat WunsiedelEvangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB)
◼ KONTAKT
Evangelisch Lutherisches Pfarramt Marktredwitz, Pfarrhof 2, 95615, Marktredwitz
◼ KENNDATEN
Basisjahr: 1702 | Heilige(r): Heiliger Geist.
Länge insgesamt: 17 | Spannweite Decke/Gewölbe: 7,1 | Sitzplaetze: 200
◼ WEBSEITEN
www.marktredwitz-evangelisch.de
◼ ÖFFNUNG
Öffungszeiten: Regelmäßige Gottesdienste sonntags um 9.30 Uhr (im Wechsel mit der Stadtkirche) sowie zu den kirchlichen Festtagen.


Spätgotische evangelische Filialkirche in Oberredwitz nahe dem Schloss Oberredwitz, die ursprünglich als Kapelle der heiligen Anna errichtet wurde. Im Jahr 1702 wurde sie nach umfassender Renovierung und Erweiterung unter Markgraf Christian Ernst in Kirche zum Heiligen Geist umbenannt. Die Kirche zeichnet sich durch ihre reiche barocke Innenausstattung aus.

1143 Erste Erwähnung eines Pfarrers von Redwitz • 1390 Inkorporation der Kirche zu Redwitz dem Stift Waldsassen • 1520 Renovierung der Schlosskapelle durch Georg von Redwitz und päpstlicher Ablassbrief • 1648 Erneuerung und Verlängerung des Kirchenbaus wegen Platzmangel • 1693 Säuberung, Renovierung und Erweiterung im Auftrag des Markgrafen Christian Ernst zu Brandenburg Bayreuth • 1702 Einweihung als Kirche zum Heiligen Geist • 1842 Erbauung des Vorbaus mit Turm • 1897 Verkauf einer alten Orgel • 1922 Stiftung der hölzernen Gedenktafel an der Wand oberhalb des Pfarrstuhls • 1930 Renovierung nach Gutachten von Hans Pittroff • 1939 Einbau einer Orgel der Firma Steinmeyer • 1942 Verlust der beiden historischen Glocken im Weltkrieg • 1951 Zwischenzeitliche Notlösung mit Eisenbahnpuffer als Uhrschlag • 1966 Weihe des heutigen Bronze Geläuts der Firma Rincker • 1979 bis 1980 Innenrenovierung • 1992 bis 1993 Umfassende Renovierung, Dacherneuerung und Einbau der heutigen Steinmeyer Orgel

Spätgotische Ursprünge mit überwiegend barocker Ausstattung. Holzdecke unterteilt in 40 Motivtafeln mit Engelsdarstellungen und Blumenranken. Kanzelaltar mit Altargemälde von Georg Radius aus Kirchenlamitz von 1728. Barockes Steinrelief an der Außenwand mit dem Wappen derer von Redwitz. Pfarrstuhl, Herrschaftsstuhl und Taufstein von 1973. Epitaph an der Nord Ost Wand des Altarraums aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Wappen derer von Redwitz, Teufel von Pirkensee und Pirk. Hölzerne Gedenktafel von 1922 für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Viertöniges Bronzegeläut von Rincker aus dem Jahr 1951 - 1966. Schleifladenorgel von Steinmeyer aus dem Jahr 1993.
ORGEL
Steinmeyer 1993

Quelle(n): Evangelisch Lutherische Kirchengemeinde Marktredwitz, Wikipedia

Literatur: Matthias Hain. Die Heilig Geist Kirche in Oberredwitz. Juli 1993. Hanno Loewenhag. Marktredwitzer Kostbarkeiten. Hof 1989. Josef Maria Ritz, Bernhard Hermann Roettger. Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz. Die Kunstdenkmaeler von Bayern. Oberfranken 1. Muenchen 1954, Seite 640 bis 647. Chronik von Markt Redwitz, Doerflas und Oberredwitz. 1906.
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